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Englische Auszubildende büffelten im bbz

Englische Jugendliche lernten am bbz Arnsberg.

Made in Germany ist ein anerkanntes Qualitätsmerkmal, das auch für die Ausbildung gilt. Daher ist das Berufsbildungszentrum (bbz) der Handwerkskammer Südwestfalen seit Jahren international tätig. Ein neues Projekt mit dem Grantham College in Lincolnshire, einer Grafschaft im Osten Mittelenglands, hat jetzt begonnen: Eine erste Gruppe, acht Jugendliche, wurde für zwei Wochen im bbz Arnsberg im Fachbereich Metall geschult.

Acht junge Männer aus der Berufsvorbereitung für Metallberufe und ein Betreuer lernten hier die Grundlagen der CNC-Technik kennen. Auf dem Programm stand außerdem die Einführung in die Metallbearbeitung mit CAD- und CAM-Technik. In englischsprachigem Unterricht wurden Theorie und Praxis eng verzahnt vermittelt und in einer Projektarbeit umgesetzt. Die Schüler fertigten alle Teile für einen Schraubstock selbst und konnten das komplette Werkstück zum Abschluss mit nach Hause nehmen. Dass ihnen das gelingen würde, stand außer Frage: Dozent Dirk Roth, der maßgeblich für die Betreuung der Gruppe verantwortlich war, bescheinigte den jungen Männern eine gehörige Portion Ehrgeiz.
Mit im Gepäck haben sie außerdem erste Grundkenntnisse der deutschen Sprache, denn auch dieses Fach stand auf dem Stundenplan. Darüber hinaus lernten die Gäste aus England, die alle zum ersten Mal in Deutschland waren, Land und Leute kennen. Verschiedene Betriebsbesichtigungen vermittelten einen Einblick in die Arbeitswelt. Beim Besuch des Arnsberger Schützenfestes erlebten sie die Brauchtumspflege im Sauerland.

Mit Beginn dieses Austauschs ist der Startschuss gefallen für eine langfristige Zusammenarbeit: Im Rahmen des über die Europäische Union geförderten Leonardo-da-Vinci-Programms zur beruflichen Aus- und Weiterbildung sollen bis zum Frühjahr 2012 bis zu 200 Personen aus England im bbz Arnsberg geschult werden. HwK-Geschäftsführer Christoph Dolle zeigte sich erfreut, dass auf der Suche nach Kooperationspartnern die Wahl auf das Arnsberger Berufsbildungszentrum gefallen ist. „Hier hat letztlich nicht nur die moderne technische Ausstattung den Ausschlag gegeben, sondern insbesondere der praxisorientierte Unterricht.“ Dieser habe für die englischen Partner eine besondere Bedeutung, weil dort die Ausbildung nicht im Betrieb, sondern primär in der Berufsschule stattfindet.