Meisterschule
Als Meisterin oder Meister heben Sie sich durch einen Vorsprung an Wissen und Können von anderen ab. Mit dem Meisterbrief bescheinigen Sie Ihren Kunden oder Ihrem Arbeitgeber, dass Sie Ihr Handwerk verstehen und die nötige Fachkompetenz besitzen – fachlich wie kaufmännisch.
Meister sein bedeutet: Mehr Verantwortung, ein höheres Einkommen, eine interessante Tätigkeit und bessere Aufstiegschancen. Die Meisterprüfung ist nicht nur die Basis für den Sprung in die Selbstständigkeit, sondern sie ermöglicht Ihnen auch, Ihren eigenen Nachwuchs zu qualifizieren und damit die Zukunft des Betriebes zu sichern.
Meisterinnen und Meister sind die besseren Existenzgründer, denn Meisterbetriebe scheitern deutlich seltener als andere Unternehmer. Daher fördert die Bundesregierung die Meisterausbildung auch mit dem Meister-BAföG. Bei einer späteren Existenzgründung können bis zu 75 Prozent des Darlehens erlassen werden.
Mit der Meisterprüfung stehen Ihnen außerdem die Türen für weiteren Qualifizierungen offen: Im Studiengang zum Betriebswirt (HwK) können Sie Ihre Management-Qualitäten gezielt für die betriebliche Praxis ausbauen. Als Meisterin oder Meister können Sie aber auch ein Fachhochschulstudium aufnehmen, auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife und ohne Zugangsprüfung. Damit eröffnen sich Ihnen weitere berufliche Perspektiven.
Der Film zum Meisterbrief
Sie möchten einen Eindruck davon bekommen, warum der Meisterbrief sinnvoll ist? Dann schauen Sie sich doch diesen gut fünf Minuten langen Film an:
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Inhalte der Meisterprüfung
Die Fortbildung zum Meister oder zur Meisterin besteht aus vier Teilen:
- Teil I - Fachpraxis
- Teil II - Fachtheorie
- Teil III - Fortbildungsprüfung zum/zur Fachkaufmann/frau (HwK)
- Teil IV - Ausbildereignungsprüfung
Teil I - Fachpraxis
Hier werden Sie darauf vorbereitet, ein Meisterprüfungsprojekt zu entwickeln und umzusetzen, das einem Kundenauftrag entspricht. Das Projekt wird in der Prüfung ergänzt durch ein Fachgespräch über diese Arbeit.
Teil II - Fachtheorie
Dieser Teil gliedert sich je nach Handwerk in unterschiedliche Handlungsfelder. Neben vertieften technischen Inhalten stehen Fragen der Betriebsorganisation und der Auftragsabwicklung auf dem Programm.
Teil III - Fortbildungsprüfung zum/zur Fachkaufmann/frau
Während dieses Lehrgangs, der mit einer eigenständigen Fortbildungsprüfung endet, lernen Sie kaufmännische Grundlagen kennen: Finanzwirtschaft und Controlling, Betriebsführung und Personalwirtschaft, Absatzwirtschaft und Marketing sowie Produktionsprozesse. Neben den theoretischen Kenntnissen werden Sie mit einer Branchensoftware für die Finanzbuchhaltung vertraut gemacht. Sie ist besonders auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten.
Teil IV - Ausbildereignungsprüfung
Während dieses Lehrgangs, der ebenfalls mit einer eigenständigen Fortbildungsprüfung endet, lernen Sie alles Notwendige, um erfolgreich Lehrlinge auszubilden. Sieben Themenfelder werden abgedeckt: Allgemeine und gesetzliche Grundlagen, Planung der Ausbildung, Einstellung von Auszubildenden, Ausbildung am Arbeitsplatz, Förderung des Lernprozesses, Ausbildung in der Gruppe, Abschluss der Ausbildung.
14-fache Meisterschaft
Im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Südwestfalen können Sie sich in folgenden Berufen zum Handwerksmeister bzw. zur Handwerksmeisterin qualifizieren:
- Elektrotechniker/in
- Fahrzeuglackierer/in
- Feinwerkmechaniker/in
- Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in
- Friseur/in
- Informationstechniker/in
- Installateur/in und Heizungsbauer/in
- Kfz-Techniker/in
- Maler/in und Lackierer/in
- Maurer/in und Betonbauer/in
- Metallbauer/in
- Stuckateur/in
- Tischler/in
- Zimmerer/in








