Existenzgründung im Handwerk
Selbstständig sein bedeutet Selbstverwirklichung, Eigenverantwortung, Unabhängigkeit und nicht zuletzt auch finanzieller Erfolg. Eine selbstständige Existenz bietet zweifelsohne viele Chancen - birgt aber auch Risiken in sich. Diese Risiken gilt es, so gering wie möglich zu halten.
Die Betriebsberater der Handwerkskammer Südwestfalen bieten Existenzgründerinnen und -gründern eine umfassende und kompetente Beratung und unterstützen Sie auf Ihrem Weg in die berufliche Unabhängigkeit: von der Umsetzung einer Erfolg versprechenden Geschäftsidee in ein aussagefähiges Konzept bis hin zur Gründung eines Unternehmens.
Das Handwerksrecht
Wer sich in einem Handwerksberuf selbstständig machen will, muss - je nachdem, um welchen Beruf es sich handelt - nach der Handwerksordnung (HwO) bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Welche, erfahren Sie hier.
Von der Idee zum Konzept - Der Businessplan
Am Anfang einer Existenzgründung steht eine Idee. Diese Idee muss nun in ein tragfähiges, durchdachtes Konzept umgesetzt werden - den so genannten Businessplan. Im Businessplan wird Ihre Geschäftsidee detailliert beschrieben und die Strategie für eine erfolgreiche Umsetzung am Markt vorgestellt. Dabei dient dieses Konzept nicht nur der eigenen Orientierung, sondern ist auch die Voraussetzung dafür, dass Sie Kredite und Fördermittel erhalten.
Gründungswege
Es gibt verschiedene Wege zum eigenen Unternehmen zu kommen. Je nach Ausgangslage kann für Sie eine Neugründung - alleine oder mit Partnern -, die Übernahme eines bestehenden Betriebes, die Beteiligung an einem Unternehmen oder eine Gründung als Franchisenehmer in Frage kommen. Lassen Sie sich beraten, welche Möglichkeit für Sie und Ihre individuelle Situation am geeignetsten ist. Entscheidungshilfen können hierbei Finanzierungs-, Haftungs- oder Organisationskriterien sein.
Wahl der Rechtsform
Die Wahl der Rechtsform hat finanzielle, rechtliche und steuerliche Auswirkungen auf Ihr Unternehmen und sollte sorgfältig geprüft werden. Haftungsfragen, die Höhe der Steuerbelastung u. a. m. müssen berücksichtigt werden. Jede Rechtsform hat Vor- und Nachteile. Bei Änderung der Verhältnisse können sich auch die Ansprüche an die Rechtsform ändern, so dass eine spätere Anpassung notwendig wird.
Finanzierung und Fördermöglichkeiten
Ausreichende betriebliche Finanzmittel gehören insbesondere in der Gründungs- und Aufbauphase eines Handwerksunternehmens zu den wichtigsten Voraussetzungen für den weiteren Erfolg. Dabei gilt es zunächst zu ermitteln, wie hoch Ihr künftiger Kapitalbedarf sein wird. Neben Kosten für langfristige Investitionen müssen hier auch laufende Kosten wie beispielsweise Löhne und Versicherungen ebenso mit eingeplant werden wie Reserven für die Anlaufzeit oder unvorhergesehene Ereignisse.
Nachdem Sie festgestellt haben, wie viel Startkapital Sie für Ihr Unternehmen benötigen, müssen Sie nach geeigneten Finanzquellen Ausschau halten. Hier spielen öffentliche Förderprogramme und die Meistergründungsprämie eine wichtige Rolle.
In den letzten Jahren ist es für Gründerinnen und Gründer schwieriger geworden, ausreichend Startkapital für ihr Unternehmen zu erhalten. Insbesondere wenn die Hausbank die gewünschten Kredite aufgrund fehlender Sicherheiten ablehnt, drohen manche Vorhaben zu scheitern. Deshalb gewinnen alternative Finanzierungsformen, wie Bürgschaftsübernahmen oder Unternehmensbeteiligungen durch Beteiligungsgesellschaften, Business Angels oder aber auch die eigenen Mitarbeiter immer mehr an Bedeutung.
Eine fundierte Finanzplanung entscheidet über das langfristige Überleben Ihres Unternehmens und sollte deshalb gründlich vorbereitet werden. Unsere Berater sind Profis in Sachen Unternehmensfinanzierung und arbeiten gemeinsam mit Ihnen einen auf Ihre individuelle Situation abgestimmten Finanzierungsplan aus. So gibt es beispielsweise ein spezielles Förderprogramm für arbeitslose Existenzgründer.
Versicherungen
Mit der Gründung eines Unternehmens muss auch für ausreichenden Versicherungsschutz, und zwar sowohl für den Betrieb, die Mitarbeiter als auch für Sie und Ihre Familie gesorgt werden. Überlegen Sie gründlich, welche Versicherungen in welcher Höhe sinnvoll und notwendig sind. Auch ein Vergleich der verschiedenen Versicherungsanbieter ist sinnvoll, unterscheiden sich deren Beiträge und Leistungen doch erheblich.
Gründungsformalitäten
Schließlich müssen bei einer Existenzgründung auch eine Reihe von Formalitäten erledigt werden, für die Sie ausreichend Zeit einplanen sollten. Unser Team aus erfahrenen Beratern steht Ihnen vor und während Ihrer Existenzgründung gerne zur Seite und gibt Ihnen die nötige Starthilfe. Bitte wählen Sie aus dem Menü links die Navigation "Berater" aus.
Weiterführende Links
Allgemeine Informationen
Gründerportal des Bundeswirtschaftsministeriums mit zahlreichen Informationen und Publikationen zum Download
Softwarepaket für Gründer und junge Unternehmer des Bundeswirtschaftsministeriums
Gründungskatalog - Informationen der KfW Mittelstandsbank
Gründungsnetzwerk NRW
Informationsportal für Unternehmensgründer der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH)
Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung: bietet u. a. einen Existenzgründungsnavigator und Infos zur Gründung aus der Arbeitslosigkeit
"Steuertipps für Existenzgründerinnen und Existenzgründer" des nordrhein-westfälischen Finanzministeriums zum Download
Öffentliche Förderprogramme:
KfW Mittelstandsbank
Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums
NRW.BANK
Bürgschaften:
Bürgschaftsbank NRW
Verband der Bürgschaftsbanken
Kapitalbeteiligungen:
Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften
KfW Mittelstandsbank
BAND - Business Angels Netzwerk Deutschland e.V.


